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Mercure Maldives Kooddoo Resort auf den Malediven

Das Mercure Maldives Kooddoo Resort auf den Malediven war das erste Hotel, das ich auf den Malediven besucht habe. Über die Buchungsplattform Voyage Privé haben wir in der Nebensaison, die auch Regenzeit genannt wird, einen attraktiven Preis bekommen. Inkl. Economy Flügen (die wir kurz vor dem Abflug erfolgreich mit Meilen haben in die Emirates Business Class upgraden können) haben wir etwas über 3.000 € pro Person bezahlt.

Als Adults-Only-Hotel mit All-Inclusive Verpflegung war uns klar, dass hier vermutlich nicht mehr viel an Kosten dazu kommen würde. Das Angebot war daher zu verlockend, als dass wir es hätten ablehnen können. Auch wenn mir zu dieser Reisezeit Griechenland vollkommen gereicht hätte. 😉 Ich hätte eigentlich eher im Februar fliegen wollen (beste Reisezeit für die Malediven), aber da wären solche Preise vermutlich auch nicht zu erzielen gewesen.

Uns gefiel, dass die Insel – auf der sich das Resort befindet – sehr weit im Süden liegt. Da ist das Wetter noch einmal anders als auf der Haupt-Insel Malé. Meist etwas besser. Wir sollten Glück haben…

Blick vom Haupt-Pool auf die Over-Water Villen.

Lage des Mercure Maldives Kooddoo Resort

Das Mercure Maldives Kooddoo Resort ist eine der südlichsten Inseln der Malediven. Ganz in der Nähe des Äquators. Von der Hauptinsel Malé sind es noch einmal 450 km weiter gen Süden. SIe befindet sich in dem Gaafu Alifu Atoll.

Die Insel verfügt über einen eigenen vollwertigen Flughafen, der – wir hatten schon Bedenken – absolut nicht störend ist. Auf dem Satellitenbild sieht es so aus, als würde man durch den Fluglärm aus dem Bett geworfen. Das war absolut nicht der Fall. Im Gegenteil, der Flughafen hat nur Vorteile. Man braucht kein langsames Wasserflugzeug oder gar das Schiff zu bemühen, mit dem man vermutlich einen ganzen Tag unterwegs wäre.

Lage des Gaafu Alifu Atolls im Indischen Ozean © 2023 Google

All Inclusive im Mercure Maldives Kooddoo

Uns war es bei der Wahl des Hotels wichtig, dass auch alkoholische Getränke wie Cocktails, Wein und Bier mit angeboten werden, da wir diese gerne zum Essen trinken. Das ist keinesfalls in jedem Resort auf den Malediven der Fall, da die Einwohner hauptsächlich sunnitische Muslime sind. Der Islam ist die alleinige Staatsreligion (Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen). Okay, wir wollen nicht zu politisch hier werden 😉  In einem islamisch geprägten Land sind Genussmittel jedenfalls keine Selbstverständlichkeit. So ist die Leeli Lounge am Flughafen auf der Hauptinsel Malé zum Beispiel komplett alkoholfrei unterwegs.

Zimmer im Mercure Maldives Kooddoo Resort

Das Zimmer – wir hatten eine Beach Villa – war wunderschön. Sehr geräumig, freistehend und mit allem ausgestattet, was man braucht. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Insgesamt gibt es 70 Villen in fünf Kategorien. Zwei am Strand und drei auf Stelzen über dem Wasser.

Am Strand:

1) Beach Villa
2) Beach Pool Villa

Auf Stelzen:

3) Over Water Villa
4) Over Water Sunset Villa
5) Over Water Sunset Pool Villa

Der eigene Pool und damit das Upgrade in die „Beach Pool Villa“ (2) hätte uns für 10 Tage 1.400 € gekostet. Wir hätten es auch mit Meilen buchen können, da man seine Membership Rewards Punkte über einen Umweg über Qatar Airways in das Accor Hotelprogramm transferieren kann. Das war es uns aber nicht wert. Weder mit Bargeld noch mit Punkten.

Es hat sich im Nachhinein als absolut richtige Entscheidung herausgestellt. Weil das Zimmer ansonsten komplett identisch ist und wir die meiste Zeit ohnehin am Haupt-Pool verbracht haben, da es dort Service gab.

Gastronomisches Angebot

Getränke

Das Mercure Maldives Kooddoo hatte eine extrem große Auswahl an Getränken. Es gab über 40 Weine, alle inkludiert, verschiedene Champagner dann nochmal zusätzlich – gegen Aufpreis.

Wir haben es in 10 Tagen nicht geschafft, alle Cocktails der Karte zu probieren. Bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit habe ich meist allerdings auch eher Bier oder Wasser getrunken 😉 Man möchte ja auch fit sein für´s Schnorcheln.

Es gab täglich die Option, ein Beer-Bucket aufs Zimmer zu bestellen. Da kam dann ein Edelstahleimer voller Eiswürfel und vier Flaschen Bier. Eine tolle Sache für einen Sundowner am eigenen Strandabschnitt.

Alleine beim Bier hatte man die Wahl zwischen:

  • Asahi (mega lecker, klare Überraschung)
  • Carlsberg (scheint deren Haupt-Bier zu sein, nicht so mein Fall)
  • Corona
  • Heineken
  • Tiger
  • Lion

Neben all den alkoholischen Getränken gab es natürlich auch leckeren Kaffee oder Tee. Die Getränke wurden einem von der Poolbar an die Liegen gebracht. Der Service war wirklich spitze.

Essen

Es gibt im Mercure Maldives Kooddoo zwei Restaurants. Ein Buffet-Restaurant und ein á la Carte Restaurant (auf einem Steg direkt auf dem Wasser). Das Frühstück wird ausschließlich im Buffet-Restaurant angeboten, wohingegen Mittag- und Abendessen auch im á-la-Carte-Restaurant eingenommen werden kann. Das Essen am Buffet Restaurant wechselt täglich. Da wir 10 Tage vor Ort waren, hatten wir eine Wiederholung, was aber absolut nicht schlimm war. Wären wir zwei Wochen da gewesen, hätten wir unseren Favoriten – das Seafood Buffet – auch zweimal genießen können. So leider nur einmal. 😉

Top Essen – Hummer trotz niedriger Auslastung

Wir gehen davon aus, dass die Auslastung des Hotels bei ca. 20-30% lag. Es waren jeden Tag mehrere Liegen am Haupt-Pool frei, das Buffet-Restaurant abends hatte vielleicht 8-10 Tische belegt. Es war einfach nur angenehm. Und DENNOCH: Das Personal hat das volle Programm durchgezogen. Beim Seafood Buffet gab es eine riesige Auswahl. Dass Hummer im All-Inclusive Hotel mit „nur“ vier Sternen angeboten wird, ist auch nicht all zu häufig. Und das nur für ein paar Personen. Wirklich stark.

Unternehmungen vor Ort – Ausflüge und Freizeit-Ausstattung

Mich persönlich hat es nicht gestört, dass man im Resort „eingesperrt“ ist. Auf der Insel befindet sich im Norden wohl angeblich eine der größten Thunfisch-Fabriken (so hieß es vom Personal). Dieser Bereich und auch der gesamte Flughafen ist abgesperrt.

Wenn ich auf eine Maledivische Insel fliege, dann habe ich nicht das Bedürfnis, 10 km wandern zu gehen. Aber da kann ich halt nur für mich persönlich (und zum Glück auch für meine Reisebegleitung) sprechen. Uns hat es völlig ausgereicht, was geboten wurde. Und das, obwohl der zweite Jetski defekt war und man sich dann mit dem Guide einen Jetski hätte teilen müssen – nee, danke. Also kein Jetski für uns. Hatte ich ja ohnehin erst vor ein paar Wochen im Iberostar Selection Teneriffa, dachte ich mir.

  • Angel-Ausflüge mit dem Boot
  • Tauch-Ausflüge mit dem Boot
  • Schnorchel-Ausflüge mit dem Boot
  • Sunset-Ausflüge mit dem Boot
  • Padi-Tauch-Center
  • Jetski
  • Massagen im Spa
  • Fitness-Studio
  • Tennisplatz
  • Yoga
  • Kayak
  • Stand Up Paddeling

Je nachdem wie lange der eigene Aufenthalt ist, gibt es gestaffelt eine Anzahl verschiedener Gutscheine, die man universell für Ausflüge einlösen kann. Alternativ für 50% Rabatt bei den Spa-Behandlungen (nicht alle, aber Standard-Massagen sind dabei) oder die Lieferung einer Flasche Champagner und Canapés in die eigene Villa. Wir hatten drei Gutscheine und haben diese für eine Sunset-Angel-Tour, einen Schnorchel-Ausflug und die besagte Flasche Champagner mit Canapés eingelöst.

Angel-Ausflug mit Erfolg

Das schönste Erlebnis war ein Angel-Ausflug, bei dem meine Freundin tatsächlich einen passenden Fisch (Rainbow Runner) gefangen hat. Es war auch noch der größte Fisch des Ausfluges. Das Team hat uns auf der Rückfahrt gefragt, wie wir ihn gerne zubereitet hätten. Das fand ich klasse. Angeln nur aus Spaß an der Freude finde ich absolut nicht gut und würde ich auch nicht unterstützen wollen. Ich möchte den Fisch dann auch essen bzw. zumindest wissen, dass er von anderen Leuten gegessen wird und er nicht umsonst gestorben ist. Wir haben uns für Potato Wedges und Grillgemüse entschieden. Es war herrlich. Für den nächsten Abend konnten wir uns dann eine Zeit aussuchen, zu der der Fisch zubereitet wurde. Genialer Service. Schöner könnte ich es mir nicht vorstellen. Den von meiner Freundin eigens gefangenen Fisch dann zu essen hat mich auch irgendwie mit Stolz erfüllt 😉 Sorry an alle Jagd- und Angel-Gegner:innen an dieser Stelle!

Preise und Buchung des Mercure Maldives Kooddoo Resort

Gebucht haben wir – wie anfangs bereits erwähnt – über die Buchungsplattform Voyage Privé. Gekostet haben 10 Nächte inkl. Eco-Flügen 6.547 €.

Die Aufpreise für Business Class Flüge sind absurd hoch. 8.133 €, um genau zu sein – nur für die Flug-Upgrades, ohne Lounge-Zugang 😀 Daher haben wir uns für den Emirates Flug in der Economy Klasse entschieden. Wenn man auf Nervenkitzel steht, bucht man den billigsten Tarif Economy Saver – wie wir. Denn dann kann man erst ab 48 Stunden vor Abflug ein Upgrade durchführen und weiß somit bis kurz vor der Reise nicht, ob man sich 11 Stunden in die Eco setzen muss oder ob ein Upgrade in die Business Class funktionieren wird.

Ein nachträgliches Upgrade auf den Eco Flex Tarif hätte uns 1.148 € gekostet. (Nur der Hinflug hätte 804 € gekostet. Gibt also überhaupt keinen Sinn.) Damit hat man nämlich auch nicht die Gewissheit, ob für zwei Personen und vier Flugsegmente alle Updates in die Business Class verfügbar sind. Im schlimmsten Fall zahlt man also die 1.148 € und erhält keinerlei bessere Leistungen. Denn Economy bleibt Economy. Egal ob man sie Saver oder Flex nennt.  

Ich sollte an dieser Stelle erwähnen, dass ein Upgrade vom Eco Flex Tarif in den Business Saver weniger Meilen gekostet hätte, als aus dem Eco Saver Tarif heraus (41.000 Skywards Meilen pro Person und Strecke). Aber da ich die Meilen dieses Jahr übrig hatte, wollte ich lieber Bargeld als Meilen sparen.

Für die gesamte Buchung haben wir leider keine einzige Meile gesammelt, da Voyage Privé kein Payback Partner ist. Aber wir sagen ja immer: Meilen sammeln ja! Aber nicht um jeden Preis. Wenn ich jetzt 1000 € mehr bezahlt hätte bei einem anderen Reiseveranstalter, dafür aber 12.000 oder meinetwegen sogar 20.000 Payback Punkte dafür bekommen hätte, dann wären das unter’m Strich immer noch 800 € zu viel ausgegebenes Bargeld. Kein Case für einen smarten Meilenjunkie.

Fazit zum Mercure Maldives Kooddoo Resort

Ein wunderbares Hotel mit feinen Villen, die keine Wünsche offen lassen. Ein fantastisches Personal, das einem zum Geburtstag ein Ständchen singt und immer zuvorkommend und freundlich ist. Klasse All-Inclusive-Leistungen (Ausflüge, Jetski, SUP, Schnorchelausrüstung, Kayaks, etc.) und Top Getränke und Speisen.

Ganz klare 100% Weiterempfehlung!

Dominic
  • Verfasst von:
    Dank Business-Class Flügen hat Dominic seine Flugangst überwunden. Jetzt ist er ständig auf der Jagd nach Meilen und Punkten für die nächste Reise.
  • Veröffentlicht am:
    5. August 2023