Flying Blue im Fokus
Flying Blue, das gemeinsame Vielfliegerprogramm von Air France und KLM, gehört zu den stärksten Transferzielen für eure Membership Rewards® Punkte. Das Verhältnis von 5:4 zählt zu den besten, die American Express® in Deutschland anbietet. Mit den monatlichen Promo Rewards hat Flying Blue ein Äquivalent zu den Meilenschnäppchen von Miles & More, welche ihren Glanz seit der Umstellung auf dynamische Preise verloren haben. In diesem Guide zeigen wir euch, wie ihr Meilen sammelt, wie sich die Prämienpreise seit September 2026 verändert haben und wie genau der Transfer aus Membership Rewards funktioniert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Flying Blue im Fokus
- 1.1. Was ist Flying Blue
- 1.2. Meilen sammeln bei Flying Blue
- 1.3. Ohne zu fliegen Meilen sammeln bei Flying Blue
- 1.4. Flying Blue Extra
- 1.5. Neue Tarifstruktur für Prämienflüge seit September 2026
- 1.6. Promo Rewards
- 1.7. Sweet Spots für Business-Class-Einlösungen
- 1.8. Der Transfer von Membership Rewards zu Flying Blue
- 1.9. Wie viel ist eine Flying Blue Meile wert?
- 1.10. Fazit zu Flying Blue als Transferpartner von Membership Rewards
Was ist Flying Blue
Flying Blue ist das Vielfliegerprogramm von Air France, KLM, der Regionaltochter HOP und der Billigairline Transavia. Über die SkyTeam-Allianz sammelt und löst ihr Meilen zusätzlich bei 19 weiteren Airlines ein, etwa Delta, Kenya Airways oder Vietnam Airlines, plus einer Reihe weiterer Partner außerhalb von SkyTeam wie airBaltic, Virgin Atlantic oder Etihad. Für uns als American Express Nutzer ist vor allem relevant: Flying Blue ist einer der wenigen Transferpartner, bei bei denen sich mit etwas Geduld auch aus Deutschland heraus attraktive Business-Class-Prämien buchen lassen. Denn ein Flug mit Zubringer nach Amsterdam oder Paris kostet in der Regel keinen Aufpreis.

Meilen sammeln bei Flying Blue
Bei Air France, KLM, HOP und Transavia werden Meilen umsatzbasiert vergeben. Basis sind 4 Meilen pro Euro Ticketpreis. Bei den SkyTeam-Partnern und den übrigen Partnerairlines läuft die Gutschrift dagegen distanzbasiert, abhängig von Flugstrecke und gebuchter Buchungsklasse.
Wer nicht regelmäßig mit Air France oder KLM fliegt (so wie wir), kommt trotzdem an ordentlich Meilen, nämlich vor allem über den Punktetransfer aus Kreditkartenprogrammen wie Membership Rewards.
Ohne zu fliegen Meilen sammeln bei Flying Blue
Neben dem Transfer aus Membership Rewards gibt es noch weitere Wege, das Flying-Blue-Konto zu füllen:
- Hotelpartner wie Accor, Hilton, IHG, Marriott, Radisson und Shangri-La, bei denen sich Punkte teilweise in Flying-Blue-Meilen umwandeln lassen
- Mietwagenanbieter wie Avis, Budget, Hertz, Europcar und Sixt mit variablen Meilensätzen
- Das Shopping-Portal Shop for Miles, über das ihr beim Onlineeinkauf zusätzliche Meilen sammelt, etwa 32 Meilen pro 10 Euro bei H&M oder 48 Meilen pro 10 Euro bei Asos
- Direkter Meilenkauf: aktuell rund 2,75 Cent pro Meile bei einer Paketgröße von 2.000 Meilen, begrenzt auf 75.000 Meilen pro Jahr für Mitglieder ohne Status (nicht zu empfehlen)
Für die meisten von uns bleibt der Transfer aus Membership Rewards trotzdem der mit Abstand effizienteste Weg, um genug Meilen für eine Business-Class-Prämie zusammenzubekommen, weil er ohne Umwege über Kreditkartenumsätze läuft, die ihr ohnehin tätigt.

Angebote bei Shop for Miles
Flying Blue Extra
Seit einiger Zeit gibt es mit Flying Blue Extra ein kostenpflichtiges Abomodell in zwei Varianten.
Essential kostet 379 Euro im Jahr und bringt unter anderem 5 zusätzliche Meilen pro 10 Euro Ticketpreis, Zugang zu exklusiven Promo Awards, zwei Lounge-Pässe und 10 Prozent Rabatt bei Cash-and-Miles-Buchungen.
Die Extended-Variante für 699 Euro verdoppelt den Meilenbonus und bringt vier statt zwei Lounge-Pässe sowie zusätzlich 10 Prozent Meilenrabatt auf Prämienflüge.
Relevant wird das vor allem, weil manche der attraktivsten Business-Class-Promo-Rewards auf der Langstrecke exklusiv Flying-Blue-Extra-Mitgliedern vorbehalten sind. Für den klassischen Meilenjunkie, der nur gelegentlich eine Business-Class-Prämie bucht, rechnet sich das Abo in aller Regel nicht.

Jeden Monat sind mehrere Promo Awards exklusiv für Kunden von Flying Blue Extra
Neue Tarifstruktur für Prämienflüge seit September 2026
Seit dem 8. September 2026 sind Air France und KLM auf eigenen Flügen von einem einheitlichen Prämienpreis auf drei Tarifstufen umgestiegen: Light, Standard und Flex.
Für Paris – New York in der Business Class kostet Light 60.000 Meilen plus einen Barzuschlag im mittleren dreistelligen Euro-Bereich. Standard kostet 75.000 Meilen, ein Aufschlag von 25 Prozent, bei gleichem Barzuschlag. Flex kostet 110.000 Meilen, dafür sinkt hier der Barzuschlag spürbar, weil Flex einen geringeren Pflicht-Bargeldanteil vorsieht.
Bei den Leistungen gilt in der Business Class:
- Light bringt ein Gepäckstück, aber keine Lounge, keine Sitzplatzwahl und keine Umbuchung oder Erstattung.
- Standard bringt zwei Gepäckstücke und Lounge-Zugang, Umbuchung und Erstattung kosten aber jeweils 70 Euro zusätzlich zur Differenz.
- Flex bietet volle Flexibilität und kostenlose Sitzplatzwahl bei Buchung.

Die Umstellung betrifft ausschließlich Flüge, die Air France oder KLM selbst durchführen, nicht Partnerflüge. Nur wer ohnehin Vielflieger-Vorteile bei Air France oder KLM hat, bekommt Lounge-Zugang, Gepäck und Kulanz bei Umbuchung automatisch auch im günstigsten Light-Tarif dazu, für die meisten Meilenjunkies ist das aber ohnehin nicht relevant. La Première, die First Class von Air France, ist komplett von der neuen Struktur ausgenommen. KLM hat keine First Class.
Promo Rewards
Promo Rewards sind die monatlich wechselnden, rabattierten Prämienflüge von Flying Blue, bei denen ihr je nach Strecke zwischen 25 und 50 Prozent weniger Meilen zahlt als beim regulären Classic-Tarif, auch in der Business Class. Sie sind weiterhin nur als One-Way-Ticket buchbar, die Verfügbarkeit ist begrenzt und ändert sich laufend, und einige der attraktivsten Langstrecken sind Flying-Blue-Extra-Mitgliedern vorbehalten.
Seit der Tarifumstellung am 8. September 2026 laufen Promo Rewards standardmäßig als Light-Fares. In der Business Class heißt das: ein Gepäckstück ist enthalten, aber keine Lounge, keine Sitzplatzwahl und keine Umbuchung oder Erstattung. Für mehr Flexibilität bleibt nur der teurere Standard- oder Flex-Tarif, falls der auf der jeweiligen Promo-Strecke überhaupt angeboten wird.
Da sich die Strecken und Preise jeden Monat ändern, pflegen wir dafür einen eigenen, laufend aktualisierten Artikel: Flying Blue Promo Awards. Schaut dort für die aktuellen Business-Class-Strecken und Preise vorbei, statt euch auf allgemeine Beispiele zu verlassen.
Sweet Spots für Business-Class-Einlösungen
Ein paar generelle Muster lohnen sich bei Flying Blue immer wieder, wenn ihr in die Business Class einlösen wollt:
- Langstrecken bewegen sich bei Promo Rewards üblicherweise irgendwo zwischen 40.000 und 90.000 Meilen One-Way, abhängig von Region und Saison. Der reguläre Classic-Tarif liegt oft deutlich darüber.
- Fifth-Freedom-Flüge, also Strecken, die eine Airline zwischen zwei Ländern außerhalb ihres Heimatmarkts fliegt, etwa KLM zwischen Südamerika-Zielen, bieten teils Business-Class-Kabinen zu Preisen, die eher einer Regionalstrecke entsprechen. Solche Strecken lohnt es sich gezielt zu suchen. Man muss natürlich aber auch vor Ort sein.
Beispiele für 5th Freedom Flights: Singapur – Bali, Kuala Lumpur – Jakarta oder Buenos Aires – Santiago de Chile

Wichtig zu wissen, bevor ihr plant: Auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Europas ist die Business Class bei Air France und KLM in der Regel ein normaler Economy-Sitz mit blockiertem Nachbarplatz, dazu Lounge-Zugang und Verpflegung an Bord, aber kein Lie-Flat-Sitz. Den gibt es planmäßig erst auf der Langstrecke.
Bei der Gesamtrechnung nicht vergessen: Auf die Meilenzahl kommen bei Air France und KLM Steuern und Gebühren obendrauf.
Für die tagesaktuellen Meilenpreise einer konkreten Strecke bleibt aber nur der Blick in die Flying-Blue-Suche selbst oder in unseren monatlichen Promo-Awards-Artikel verlässlich. Da die Preise dynamisch sind, können sie sich auch innerhalb eines Tages ändern.
Der Transfer von Membership Rewards zu Flying Blue
Und damit zum eigentlichen Kern dieses Guides: dem Transfer eurer Membership Rewards Punkte zu Flying Blue.
Das Transferverhältnis liegt bei 5 Membership Rewards Punkten zu 4 Flying-Blue-Meilen. Das Transferverhältnis zählt neben British Airways, Iberia und SAS EuroBonus zu den besten 5:4-Partnern, die American Express in Deutschland aktuell anbietet. Zum Vergleich: Cathay Pacific, Delta und Singapore KrisFlyer liegen bei 3:2, Emirates bei 2:1.
Für den Transfer gilt:
- Mindestens 625 Membership Rewards Punkte müssen übertragen werden, danach geht es in 5er-Schritten weiter
- Die Gutschrift der Meilen erfolgt in der Regel innerhalb eines Werktags
- Es kann nur ein Transfer pro Tag angestoßen werden
- Der Transfer ist verbindlich, sobald ihr ihn bestätigt habt. Eine Stornierung oder Rückbuchung ist nicht möglich. Die Punkte könnt ihr also nicht wieder zurück zu Membership Rewards holen
Membership Rewards sammelt ihr in Deutschland vor allem über die American Express Gold Card und die American Express Platinum Card. Beide Karten haben aktuell sehr attraktive Willkommensboni, durch die ihr eurer ersten Business-Class-Prämie direkt näher seid.
Wie viel ist eine Flying Blue Meile wert?
Um den Wert einer Meile zu berechnen, nimmt man den Preis, den man bar bezahlen würde, zieht die Steuern und Gebühren ab und teilt den Wert durch die Anzahl an Meilen.
Generell gilt: reine Hinflüge sind bar bezahlt teurer, als Buchungen mit Hin- und Rückflug. Bei Meilen macht es oft nur einen geringen Unterschied in der Zuzahlung.
Bei unserer Recherche fanden wir Gegenwerte von bis zu 7 Cent pro Meile bei Oneway-Flügen. Bei Return-Flügen lag der Wert auch mal bei 1,1 Cent pro Meile aufgrund von Angeboten.

Hier seht ihr, was der Flug bar bezahlt kosten würde.

Zieht man die 528,41 Euro Steuern und Gebühren von den 4.738 Euro ab, die der Flug bar kostet, bleiben 4.209,59 Euro übrig. Teilt man den Betrag durch 60.000 Meilen, erhält man den Gegenwert von 7 Cent pro Meile.
Es bietet sich also an, aufgrund von Verfügbarkeiten und Preisen verschiedene Vielfliegerprogramme zu kombinieren, um den maximalen Nutzen zu erzielen. Und genau das ermöglicht Membership Rewards mit neun verschiedenen Airline-Transferpartnern.
Fazit zu Flying Blue als Transferpartner von Membership Rewards
Flying Blue ist aus unserer Sicht einer der wertvollsten Transferpartner für Membership Rewards, die man aus Deutschland heraus nutzen kann. Das 5:4-Verhältnis ist stark, die Gutschrift erfolgt schnell, und wer geschickt Promo Rewards kombiniert, kommt bei der Langstrecken-Business-Class auf einen Gegenwert von mehreren Cent pro Punkt.
Die neue Tarifstruktur seit September 2026 macht die Rechnung etwas komplizierter, und Promo Rewards sind durch die Einstufung als Light-Fares nicht mehr ganz so großzügig wie früher, aber das ändert an der grundsätzlichen Einschätzung nichts.
Wer im Alltag Membership Rewards Punkte sammelt und in die Business Class einlösen möchte, sollte Flying Blue in jedem Fall auf dem Schirm haben.
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Verfasst von:Malte freut sich, wenn er dank Meilen mehr Geld in der Urlaubskasse hat.
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Veröffentlicht am:9. Oktober 2026