Flying Blue führt ab September neue Tarife bei Prämienflügen ein
Ab dem 08.09.2026 gibt es bei Flying Blue nicht mehr nur ein Prämienticket pro Flug, sondern drei Tarifstufen: Light, Standard und Flex. Wer mit Meilen bei Air France oder KLM bucht, muss sich künftig zwischen schlankem Ticket ohne Extras und vollflexibler Buchung entscheiden. Betroffen sind nur Flüge, die von Air France oder KLM selbst durchgeführt werden. Bei reinen Partnerflügen bleibt alles beim Alten.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Flying Blue führt ab September neue Tarife bei Prämienflügen ein
Die drei neuen Tarife bei Flying Blue im Überblick
Light ist die abgespeckte Variante für alle, die ohne viel Gepäck reisen und auf Flexibilität verzichten können.
Standard bietet einen Mittelweg aus Komfort und Umbuchungsmöglichkeiten.
Flex ist die teuerste Variante mit voller Flexibilität und den meisten inkludierten Leistungen.
Die Tarifstruktur orientiert sich an den kommerziellen Ticket-Tarifen, die Air France und KLM bereits für Bar-Buchungen nutzen. Neu ist, dass dieses Prinzip jetzt auch auf Prämientickets übertragen wird.
Was in den einzelnen Tarifen enthalten ist
In der Economy Class
- Light:
- kein Aufgabegepäck
- ein Handgepäckstück (12 kg gesamt)
- keine kostenlosen Umbuchungen oder Erstattungen
- Sitzplatzwahl nur gegen Aufpreis
- kein SkyPriority
- Loungezugang gegen Aufpreis
- Standard:
- ein Aufgabegepäckstück bis 23 kg
- Umbuchung und Erstattung für je 70 €
- Sitzplatzwahl weiterhin gegen Aufpreis
- kein SkyPriority
- Loungezugang gegen Aufpreis
- Flex:
- ein Aufgabegepäckstück bis 23 kg
- kostenlose Umbuchung und Erstattung
- kostenlose Sitzplatzwahl
- weiterhin kein SkyPriority
- Loungezugang gegen Aufpreis
In der Premium Economy (Comfort)
- Light:
- kein Aufgabegepäck
- zwei Handgepäckstücke
- keine kostenlosen Änderungen
- SkyPriority inklusive
- Loungezugang gegen Aufpreis
- Standard:
- zwei Aufgabegepäckstücke à 23 kg
- Umbuchung/Erstattung für je 70 €
- SkyPriority inklusive
- Loungezugang gegen Aufpreis
- Flex:
- zwei Aufgabegepäckstücke à 23 kg
- kostenlose Umbuchung
- Erstattung und Sitzplatzwahl
- SkyPriority inklusive, Loungezugang weiterhin gegen Aufpreis
In der Business Class
- Light (nur Buchungsklassen O/Z):
- ein Aufgabegepäckstück bis 32 kg
- zwei Handgepäckstücke (18 kg gesamt)
- keine kostenlosen Änderungen
- SkyPriority inklusive
- Loungezugang gegen Aufpreis
- Standard:
- zwei Aufgabegepäckstücke à 32 kg
- Umbuchung/Erstattung für je 70 €
- SkyPriority und Loungezugang inklusive
- Flex:
- zwei Aufgabegepäckstücke à 32 kg
- kostenlose Umbuchung
- Erstattung und Sitzplatzwahl
- SkyPriority und Loungezugang inklusive
Was unverändert bleibt
Die Vorteile aus dem Flying Blue Vielfliegerstatus, etwa zusätzliches Freigepäck oder der Erlass von Umbuchungs- und Erstattungsgebühren für Elite-Mitglieder, gelten weiterhin unabhängig vom gewählten Tarif. Bereits ausgestellte Prämientickets sind von der Umstellung nicht betroffen, ihre ursprünglichen Bedingungen bleiben bestehen, auch wenn im Nachhinein Änderungen am Ticket vorgenommen werden.
Ausgenommen von der neuen Tarifstruktur ist einzig die La Première Klasse (Buchungsklassen P/F).
Kombinierbarkeit und Zusatzleistungen
Innerhalb einer Buchung lässt sich nur derselbe Markentarif über verschiedene Reiseklassen hinweg kombinieren. Economy Light lässt sich also mit Business Light kombinieren, nicht aber mit Business Flex. Wer eine im gebuchten Tarif nicht enthaltene Leistung möchte, etwa zusätzliches Aufgabegepäck, kann diese separat dazukaufen, sowohl im Buchungsprozess als auch nachträglich über „Meine Reise“ bei KLM oder „Meine Buchungen“ bei Air France, oder am Flughafen.
Bei Kombinationen aus Air France/KLM-Flügen mit Partnerflügen ist ausschließlich der Standard-Tarif buchbar. Reine Partnerflüge bekommen gar keine Markentarife, dort bleibt die Buchung wie bisher.
Fazit zu Flying Blue führt ab September neue Tarife bei Prämienflügen ein
Für alle, die Meilen und Punkte primär auf Prämienflüge mit Air France oder KLM verwenden, bedeutet das mehr Auswahl, aber auch mehr Komplexität beim Buchen. Wer bisher automatisch die volle Flexibilität eines klassischen Prämientickets hatte, muss ab September genau hinschauen, welcher Tarif gebucht wird, sonst drohen Umbuchungsgebühren oder fehlender Loungezugang trotz Business Class Ticket.
Die Aufteilung in Light, Standard und Flex bringt Flying Blue näher an die Tarifsysteme heran, die bei Bar-Tickets längst Standard sind. Für Vielflieger mit Status ändert sich praktisch wenig, ihre Vorteile bleiben erhalten. Wer aber ohne Status bucht (trifft auf die meisten Meilenjunkies zu), sollte ab September 2026 genau prüfen, welcher Tarif gewählt wird, bevor die Meilen abgebucht sind.
Wenn man eine Verbindung mit einer sehr kurzen Zeit zum Umsteigen hat, kann der Light Tarif durchaus auch von Vorteil sein, weil man es eh nicht in die Lounge schafft. Die neuen Werte stellen wir euch im September zur Verfügung.
Ob es hier auch mit den neuen Tarifen von Flying Blue Auswirkungen auf die Promo Awards geben wird, schauen wir uns im Oktober an.
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Verfasst von:Malte freut sich, wenn er dank Meilen mehr Geld in der Urlaubskasse hat.
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Veröffentlicht am:23. August 2026