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The Standard Hotel, Huruvalhi auf den Malediven

Das „The Standard Hotel“ (*****) auf den Malediven war das Ziel meiner eigenen Flitterwochen und daher mit einigen Erwartungen verknüpft. Wird es wirklich so schön sein, wie auf den Fotos? Und genau so gut, wie in den Rezensionen gelobt? Ich kann direkt vorweg sagen: Ja, das wurde es. Das Hotel hat meine bzw. unsere Erwartungen sogar noch übertroffen!

Lage des Hotels „The Standard Maldives“

Das The Standard Maldives liegt im Raa Atoll, nördlich von Malé. Wir sind ca. 45 Minuten mit dem Wasserflugzeug von Malé aus geflogen. Der Flug war mehr ein schöner Rundflug als ein notwendiger Transport. Es war quasi schon ein Highlight für sich.

Die Wasser-Flugzeuge fliegen übrigens ausschließlich im Hellen, daher gibt es immer etwas zu sehen. Wir hatten den letzten Flug des Tages um ca. 17:00 Uhr. Durch die Lage am Äquator sind die Tage das ganze Jahr über gleich lang. Um 6 Uhr geht die Sonne auf. Um 18 Uhr geht sie unter.  

Das Hotel hat eine eigene Lounge am Flughafen in Malé, in der wir etwas über eine Stunde verbringen durften, bis das Wasserflugzeug abgehoben hat. Eine absolut angenehme Atmosphäre und eine tolle Lounge. Sie hat schon richtig Lust auf das Hotel gemacht. 

Raa Atoll, The Standard Maldives

Lage des Hotels © Google Maps

Buchung des The Standard Maldives

Die Buchung war ein wenig besonders, dieses Mal. Es musste erst einmal das passende Hotel gefunden werden. Welches Hotel ist gut genug für die eigenen Flitterwochen? Dass es die Malediven werden sollten, war uns beiden klar. Das hatte uns das letzte Mal schon so gut gefallen dort. (Wasser + Lufttemperatur sind für uns einfach perfekt.) Meine Frau wollte unbedingt das erste Mal in Ihrem Leben einen Über-Wasser-Bungalow und ich wollte unbedingt 14 volle Nächte und First-Class fliegen. 🙂 Hat alles drei geklappt, aber der Reihe nach:

Freizeit

Meine Frau und ich schnorcheln beide sehr gerne, mögen es aber nicht, im Urlaub auch noch abhängig von Boots-Transfer-Zeiten zu sein. Daher hatten wir den Filter bei der Hotel-Suche auf „eigenes Riff“ gesetzt. Da fallen schon mal einige Hotels raus.

Verpflegung

Dann die Verpflegung: Riesen Thema. Die meisten Hotels auf den Malediven bieten Übernachtung + Frühstück. Viele auch noch Halbpension. Da aber weder meine Frau noch ich (auch abseits der Flitterwochen) im Urlaub gerne auf die Preise achten, sollte es ein All-Inclusive Resort sein.

Warum All Inclusive? Malte hat mir mal aus seinem Hotel auf den Malediven berichtet. Dort sollte seinerzeit ein Burger als Mittags-Snack ca. 80 USD kosten. Darauf hatte ich persönlich keine Lust. Also weder auf diese absurd hohen Preise, noch darauf, abwägen zu müssen, ob ich mir etwas gönne oder nicht. Im Urlaub möchte ich einfach genießen und auf keine Preise achten. 

Spätestens beim Setzen des All-Inclusive-Filters, sinkt die Anzahl der verfügbaren Hotels auf ca. 20-30. Also auch wegen des Haus-Riffes natürlich in unserem Fall. Zwei Filter und aus 180 Resorts – die es auf den Malediven insgesamt gibt – werden schnell mal 20. 

Buchung und Preise

Diese Hotels haben wir dann preislich bei check24 und booking.com verglichen. Das Standard hatte ich auf beiden Plattformen für ca. 15.000 EUR für die angedachten 14 Nächte gesehen. Wir hatten uns aber rein für das Hotel ein Limit bei 10.000 EUR gesetzt. Daher war es für mich eigentlich raus. Als ich dann spaßeshalber – weil mir alles irgendwie super teuer erschien – mal bei Secret Escapes nach Malediven geschaut hatte, wurde mir tatsächlich das The Standard Maldives vorgeschlagen. Das ist bei Secret Escapes ja schon ein absoluter Zufall, denn es ist dort nicht jedes Hotel jederzeit verfügbar. Und siehe da, genau die gleichen Reisezeiten, wie ich sie vorher verglichen hatte, lagen hier auf einmal bei 7.990,22 EUR. Hinzu kam dann noch der Wasserflugzeug-Transfer. Der lag bei 1.091,74 EUR für uns beide. Wir haben dann nicht lange gefackelt und das Hotel bei Secret Escapes gebucht. Die Wasser-Flüge haben wir im Anschluss direkt über das Hotel (in USD) gebucht. Eine alternative Anreise wird übrigens nicht angeboten. Je nach Buchungs-Paketen ist der Transfer aber zum Teil auch inkludiert.  

Flug aus Amsterdam über Dubai nach Malé

Den Flug hin und zurück habe ich über meine Membership Rewards direkt über Emirates gebucht. Also MR im Verhältnis von damals noch 5:4 zu Emirates transferiert und direkt einen Rewards-Flug in der Business Class gebucht. Mit einer Zuzahlung von 2.717,12 EUR. Relativ hoch bei Emirates leider. 

Da wir in Holland am Meer geheiratet haben, bot es sich absolut an, über Amsterdam zu fliegen. Von dort aus bietet Emirates auch eine First-Class an 😉 Da es die Flitterwochen waren, war mir klar, dass ich dieses eine Mal unbedingt First Class fliegen möchte. Wir haben auch tatsächlich drei von vier Flug-Segmente von der gebuchten Business Class in die ersehnte First Class upgraden können. Nur der aller erste Flug von Amsterdam nach Dubai war in der Business Class. Wer die Emirates Business Class kennt, der weiß, dass das jetzt nicht wirklich schlimm war. (Gott, wie vermessen das klingt. Man gewöhnt sich an das tolle Reisen leider viel zu schnell. 🙂 ) 

Mit Ausflügen, Trinkgeld und Parken am Flughafen Amsterdam hat der Spaß dann in Summe 12.380,35 EUR gekostet. 

Caviar und Dom Pérignon in der Emirates First Class

Mein absolutes Highlight: Dom Pérignon und Kaviar in der Emirates First Class

Check-In im The Standard Maldives

Da wir den letzten Flug mit dem Wasserflugzeug genommen haben, das um ca. 17:00 Uhr gestartet ist, kamen wir um 17:45 Uhr am Standard Hotel an. Nach der Landung auf dem Wasser (ein eigener kleiner Steg markiert quasi den „Flughafen„) geht es per Speed-Boat zum Anlegesteg des Hotels.

Wir wurden ganz herzlich begrüßt und zum „Check-In-Häuschen“ begleitet. Sehr schön gemacht. So bekommen die Urlauber im Hotel so gut wie nichts von den wechselnden Gästen mit und haben Ihre Ruhe. Das ist ja sonst schon öfter der Fall, wenn z.B. der Weg vom Zimmer zum Restaurant durch die Empfangshalle führt.

Im Check-In-Häuschen wurde uns unser Zimmer zugeteilt und wir wurden mit allen nötigen Informationen rund um das Hotel versorgt. Von dort aus ging es mit einem Elektro-Golfcart-Shuttle zu unserem Bungalow. 

© Apple Maps

Lagoon Water Villa oder Ocean Water Villa? Beide mit eigenem Pool.

Ein erstes Fragezeichen hatte sich bei mir schon bei der Buchung ergeben. Es gab Ocean Water Villas und Lagoon Water Villas. Ich wusste nicht direkt, was der Unterschied sein soll, habe einfach die teurere Lagoon Villa genommen, weil es nur 50 EUR mehr waren pro Person und Aufenthalt. Da dachte ich ganz stumpf: Teurer ist meist besser. 😉 Ich fing dann an zu spekulieren und hatte auch Bedenken, was den Sonnenuntergang angeht. Den sehe ich nämlich lieber als den Sonnenaufgang, da ich diesen meist verschlafe :D. Der Kundenservice klärte mich per E-Mail auf: Die Lagoon Water Villa ist mit Blick in die Lagune (klar, verrät der Name ja schon), ausgerichtet Richtung Süden. Man sieht ankommende Schiffe und auch ein wenig mit dem „Leben auf der Insel“. Alles ist aber so weit weg, dass man auch mal nackt auf der Terrasse stehen kann, ohne beobachtet zu werden. Die Ocean Water Villa ist nach Norden ausgerichtet. Man sieht nichts, außer den Ozean. Nach Rücksprache mit meiner Frau haben wir die Buchung dann auch so belassen. Es war die absolut richtige Wahl. Das Wasser ist dort schöner, weil nicht überall Felsen liegen. Das Zu-Wasser-Gehen von der Terrasse und auch das Schnorcheln auf der Süd-Seite ist also deutlich angenehmer und es ist der schönere Blick, weil sich das Auge an ein paar Dingen aufhängen kann. Die Beach Villen kamen bei diesem Urlaub nicht für uns in Frage. Fun fact: Sie sind sogar teurer als die Over-Water-Villen. Eine Besonderheit, da es in gefühlt 90% der Hotels anders herum ist. 

Es war absolut schön, seinen eigenen Pool zu haben. Erst dachte ich, das ist doch unnötig. Die Unterkunft ist auf dem Wasser und wir haben den größten Pool direkt vor uns. Das Meer. Aber gerade wenn man aus dem Salz-Wasser zurück kommt, habe ich es schon sehr genossen. Man kann man sich eben kurz die „Badebuxe“ ausziehen und in seinen Süßwasser-Pool hüpfen. Das ersetzt eine Dusche vor’m ins Haus gehen. Das Klima ist so dermaßen herrlich, dass man nie frieren muss. Selbst dann nicht, wenn man aus dem Meer oder Pool kommt. 

Service

Der Service im gesamten Hotel war perfekt. Die Mitarbeiter:innen hatten allesamt ein Grinsen auf dem Gesicht und es machte den authentischen Eindruck, als würde Ihnen die Arbeit wirklich Spaß machen. Bei dem Ambiente ist es sicher auch einfacher zu arbeiten als auf einer Baustelle im Ruhrgebiet. 

Das Zimmer war jeden Tag sauber und wir haben die Reinigungs-Kräfte nicht einmal gesehen. Die waren wirklich wie die Heinzelmännchen. Schnell und unsichtbar. 

Gastronomisches Angebot

Speisen

Im Standard gibt es drei Themen-Restaurants (BBQ, traditionell Indisch/Maledivisch und Asiatisch/Sushi) und ein Buffet-Restaurant. Außerdem gibt es ein Café und eine Bar. Die Bar hat den ganzen Tag über geöffnet und bedient tagsüber auch den Pool. 

Als Sushi-Liebhaber ist einem einiges an schlechtem Sushi über den Weg gelaufen, wenn man sich traut, überall zu probieren. Gerade in Hotels gibt es oft leider an Buffets einen so genannten „Sushi-Abend“. Was dort aufgetischt wird, hat mit Sushi nicht wirklich etwas zu tun. Im Standard Hotel gibt es eine eigene Sushi-Bar, die Beru-Bar (Adults only), das für uns absolut beste Restaurant des Aufenthaltes. Wir haben so oft es ging versucht, dort zu essen. Es war wirklich hervorragend. Die Qualität und der Geschmack waren so gut wie in unserem Lieblings-Restaurant in der Heimat. Wo hat man das schon? Ein absoluter Glücksgriff für die Flitterwochen. 

Aufgrund unserer Reisezeit im Juli 2024 (Regenzeit) war das Hotel nicht all zu sehr ausgebucht. Das ist natürlich an einem Ort der Ruhe absolut angenehm. Und auch wenn es darum geht, einen freien Tisch in den Restaurants zu erhalten. 

Die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass das BBQ Restaurant (BBQ Shak) direkt am Wasser während des gesamten Aufenthaltes nicht einmal geöffnet hatte. Sie haben den Betrieb in das Guduguda Restaurant verlegt. Dieses hat quasi beide Speisekarten zu dieser Zeit gefahren. So konnten wir alles probieren, aber hatten halt nicht diese Direkt-am-Wasser-Erfahrung der Hauptsaison. Gut, was man nicht kennt, vermisst man nicht 😉 

Lediglich zweimal waren wir im Kula-Restaurant, dem Buffet-Restaurant des Standard Maldives. Nicht weil es dort irgendwie schlecht gewesen wäre, sondern einfach nur, weil es uns in den anderen Restaurants so extrem gut gefallen hat. Und so sehr wir beide Buffets mögen, so schön ist es auch sich einfach nur bedienen zu lassen und à la carte zu dinieren. Am ersten Abend im Kula haben wir das Buffet getestet. Schön, aber auch lauter als in den anderen Restaurants. Der zweite Abend hatte einen besonderen Anlass. In unserem Paket von Secret Escapes war ein Fischer-Ausflug inkludiert. Dort haben meine Frau und ich jeweils einen Fisch gefangen. Den schöneren davon haben wir uns fertig machen lassen und durften ihn am darauffolgenden Abend im Kula Restaurant verspeisen. Ein schönes Erlebnis, wie wir es bei unserem letzten Malediven-Aufenthalt im Mercure Kooddoo 2023 mit einem von meiner Frau gefangenen „Rainbow Runner“ auch schon erleben durften.

Getränke

Die Getränke-Auwahl war absolut hervorragend. Egal wo. Ob im Restaurant oder am Pool. Es gab sogar Champagner im All-Inclusive+ Angebot. Das bietet bei weitem nicht jedes Hotel. Gerade das Thema Alkohol auf den islamisch geprägten Malediven ist in manchen Resorts ein strittiges Thema. Hier kam uns vermutlich der US-Betreiber zugute. Die The Standard Hotel-Gruppe gehört zum Hyatt Konzern mit Sitz in Chicago. Ich hänge einfach mal die Getränke-Karte mit an. Die sagt eigentlich alles. Es blieben wirklich KEINE WÜNSCHE offen. Der Barkeeper kam sogar zum Pool und hat uns nach unseren Wünschen gefragt. Daraufhin hat er uns wunderbare Drinks gezaubert die so gar nicht auf der Karte standen. Das war wirklich ein Service, den ich selten erlebt habe. Absolut Honeymoon-würdig.

Pool / Freizeitangebote

Der Pool war quasi dem Dreh- und Angelpunkt der Insel vorgelagert. Eine riesige Terrasse verbinden das Kula Restaurant, das Joos Café und die Todis Bar miteinander. Davor liegt das wirklich schöne Pool. Er ist mit Mosaiksteinen gefliest, war stets sauber und hatte immer eine super angenehme Temperatur. Hier trifft man sich tagsüber.

Preise / Aktivitäten

Hier eine Übersicht über die Aktivitäten, die man aufpreispflichtig dazu buchen kann. Ich habe euch die aktuellste Version von 2025 besorgt.

Events Preisliste Wassersport Preisliste

Ein typischer Tagesablauf

Unser Tagesablauf war oft folgendermaßen: Ausschlafen, Badesachen anziehen, ab ins Wasser und einmal um die Insel schnorcheln. Beim Bootsanleger sind wir dann ausgestiegen. Dort befindet sich auch die Tauchschule, die wir nicht genutzt haben, die aber online extrem gut bewertet ist. Sauber war es, die Leute sahen sympatisch aus und das Equipment sah auch nicht aus wie von 1980. 

Fährräder überall zur freien Nutzung

Vom Tauchcenter aus ging es dann mit einem der überall herumstehenden Fahrräder zum Pool. Klar, man hätte auch laufen können. Die Insel ist ja im Prinzip echt winzig, aber wir fanden es schön, durch diesen kleinen Mini-Dschungel mit dem Rad zu cruisen. (Auf der Insel nimmt jeder gerade das Fahrrad, das herumsteht. Das hat sich hervorragend aufgegangen, ohne dass die Fahrräder irgendwie vom Personal bewegt werden müssten. Klar, abends wird es am Pool knapp mit den Rädern, da fahren alle auf den Steg zu Ihren Häusern. Aber den Weg nehmen die Leute dann auch wieder zurück zum Abendessen. Ihr versteht, worauf ich hinaus will…) 

Keine Reservierungen am Pool, kein Aufpreis für Betten

Am Pool angekommen haben wir uns gemeinsam eine große Doppel-Liege ausgesucht (Nebensaison, massig Angebot, keine Reservierungen, alles sehr sehr angenehm) und auf der Liege dann einen kleinen Mittags-Snack eingenommen. Das war dann auch gleichzeitig unser Frühstück wenn man so möchte. Die Liegen waren wirklich klasse. Sie kosteten nicht wie in so vielen US-geführten Hotels Hunderte Doller pro Tag Aufpreis. Das war wirklich schön. Dort sind wir dann bis zum Sonnenuntergang geblieben und dann ging es aufs Zimmer, kurz frisch machen und ab zum Abendessen. Ein absoluter Gammel-Urlaub also. Genau das Richtige für die Flitterwochen. 

Fazit zum „The Standard Maldives“ Hotel im Raa Atoll auf den Malediven

Das Hotel war einfach nur ein Traum. Es vergeht kein Monat, in dem ich seitdem nicht die Preise checke und schaue, ob irgendwann mal wieder ein Angebot rein flattert. Leider sind die Preise seit unserer Reise weiter explodiert und 14 Nächte gibt es seitdem auf keinen Fall mehr für unter 10.000 EUR. Eher 16.000 EUR und aufwärts. So bleibt es wohl ein Reiseziel für mal wieder einen besonderen Anlass. Vielleicht unseren 10. Hochzeitstag oder so. Bis dahin kostet es vermutlich 30.000 EUR…

  • Verfasst von:
    Dominic
  • Veröffentlicht am:
    19. Januar 2026